µProjekt: Führungsschienenverbinder für die Tauchsäge

Für exakte Schnitte mit der Tauchsäge (oder Handkreissäge) gibt es Führungsschienen als Zubehör. Um die Maschine gut führen zu können sollte die Schiene an beiden Enden des Schnitts etwas überstehen. Allerdings reicht dann die oftmals mitgelieferte 1,4m lange Variante nur noch für etwas über einen Meter lange Schnitte. Anstatt eine längere, sperrige und teure Schiene anzuschaffen kann man zwei kurze Schienen verbinden!

Verbindungsstück mit FührungsschieneSowohl Festool als auch Makita bieten dafür passende Verbindungsstücken an, die man einfach in die Zubehörnut der Führungsschienen schiebt und mit kleinen Schrauben sichert. Für mich haben beide Hersteller keine optimale Lösung gefunden: Die Festool Verbinder sind zwar absolut perfekt verarbeitet, hinterlassen aber beim Anziehen der Schrauben deutliche Abdrücke in der Führungsschiene. Makita löst das Problem mit einem zusätzlichen Blechstreifen unter den Schrauben, liefert allerdings eine deutlich schlechtere Qualität ab obwohl die Verbinder um einiges teurer sind.

Mir gefiel die Lösung von Makita am besten, allerdings bekommt man für den Preis von zwei Verbindungsstücken schon eine weitere Führungsschiene. Also habe ich die Verbinder an einem Nachmittag selbst angefertigt. Inklusive Versand kostete das Material ungefähr 5€ pro Stück, wer gute Händler vor Ort hat bekommt das sicher noch günstiger.

Material

Pro Verbindungsstück:

  • Flachstahl St37k, blank
    • 12x4mm²: 320mm
    • 12x2mm²: 300mm
  • 4x Gewindestift M5x6, flache Spitze (DIN913)
  • 2x Zylinderkopfschraube M3x4, niedriger Kopf (DIN7984), optional

Der 2mm dünne Flachstahl ist schwierig zu bekommen, wer möchte kann sich beide Streifen beim Stahlbauer von einer Tafel abschneiden lassen. Ich habe beide Größen als 1m Stangen bei Kleinteile24 bestellt, mit den Resten kann man gleich noch weitere Führungen oder Anschläge nachbauen.


Zeichnung 📝

Verbindungsstück Zeichnung

PDF Download: FSVerbinder_Zeichnung_V1.pdf (310 Downloads)

Anfertigung

Viel mehr als ablängen, entgraten und bohren muss man für dieses Projekt nicht machen! Die kleinen Schraubenköpfe an beiden Enden erleichtern das Einsetzen der zweiteiligen Verbinder, durch sie kann der untere Streifen dabei nicht verrutschen. Eine kleine Vertiefung (leicht anbohren, oder ein kräftiger Schlag mit dem Körner) markiert die Mitte.

Als Korrosionsschutz habe ich alle Teile mit Schnellbrünierung behandelt und anschließend geölt.

Fotos: konturlos.de

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